Fachartikel Ach was, Print wirkt… Warum es sich im Change dann doch lohnt, auch mal ein Plakat zu drucken.

Kommt Ihnen „Print wirkt“ auch bekannt vor? Mir vor allem aus der U-Bahn in München, wo dieser Spruch lange an den Plakatwänden gegenüber der Wartezone hing. Ist im Gedächtnis geblieben und aktuell verwende ich ihn in meinen Veränderungsprojekten häufiger denn je.

„Wir führen Teams ein, also digitale Zusammenarbeit, und sollen jetzt wirklich Geld für Drucke ausgeben?“ Das ist die Frage, die ich gerade immer wieder diskutiere. Meine Antwort ist immer gleich: JA! (Notiz für Langenichtmehrdrucker: Drucken ist in der Zwischenzeit übrigens keine teure Sache mehr)

Die Emoseite des Change

Ich glaube nicht, dass es etwas mit dem Lebensalter, dem Geschlecht oder der Technikaffinität zu tun hat, dass die Reaktion auf eine gedrukte Information immer noch eine andere ist, als auf eine Digitale, vielleicht in Form einer E-Mail. Sie haben doch auch das gedruckte Foto im Rahmen an der Wand und den digitalen Bilderrahmen, der mal ein klasse Geschenk war, in der Schublade. Und genau das macht den Unterschied, weil Veränderung Emotion ist. Wenn mich eine Veränderung nicht irgendwie emotional berührt, wird nix passieren. Weder positiv, noch negativ. Garnix. Es ist mir einfach egal. Das ist übrigens auch der Grund, warum Widerstand nix schlechtes ist. Aber dazu bald mehr.

Wenn ich ein kleines Booklet zu Teams auf meinem Schreibtisch finde, kann ich die Veränderung spüren und anfassen. Wenn ich auf dem Plakat im Flur den Kollegen erkenne, der direkt mit seinem Namen für einen Vorteil der neuen Zusammenarbeit steht, risikiere ich halt doch mal einen Blick. Weggeklickt wäre er schneller. Wenn am Tag des Go-Lives des neuen Intranets ein 50-qm-Blowup an der Außenfassade des Bürogebäudes hängt, werde ich vielleicht doch mal schauen, was es damit auf sich hat. Ich kann das Wow spüren. Andere Sinne werden angesprochen. Den Tischaufsteller in der Kantine lesen Sie dann doch mal, wenn gerade das Gespräch langweilig wird. Oder das Papier auf dem Tablett. Wie damals bei Mc Donalds. Da hat man das dann auch immer gelesen.

Ja, ich weiß, das ist alles sehr pathetisch beschrieben. Und natürlich ist klar, dass mit ein paar Plakaten noch nicht der Erfolg einer Office 365-Einführung gesichert ist. Dennoch gehören gedruckte Medien für mich zwingend in eine Kampagne. Vor allem bei der Einführung und gerne auch später, um beispielsweise punktuell Aspekte heraus zu heben. Daher meine klare Empfehlung: Bei der Planung der verschiedenen Maßnahmen Print mitdenken. Es wirkt. Versprochen.

Wenn Sie mehr zum Thema Change-Kommunikation wissen möchten, sind wir selbstverständlich gerne erreichbar.

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    Nadine Schäffer