Über Beziehungen und die Angst vor plumper Ansprache

Soviel gleich zum Start. Unser Versprechen von letzter Woche haben wir alle gehalten und an unserer persönlichen Beziehungsliste aus der Woche 1 gearbeitet. Leicht ist es mir nicht gefallen, weil man sich ständig überlegt, ob auch Personen drauf dürfen, die momentan noch als unerreichbar gelten. Aber von Anfang an. Wir sind jetzt in Woche 2 und haben uns die Aufgabe der Beziehungsliste aus Woche 1 als Hausaufgabe mitgenommen.

Die Beziehungsliste

Die Beziehungsliste bildet die Basis für alle weiteren Wochen, da sie das potenzielle Netzwerk zur persönlichen Zielerreichung enthält. Und eigentlich ist es eine genial einfache Idee. Einfach mal strukturiert aufschreiben, wer mir aus heutiger Sicht helfen kann, meinem Ziel näher zu kommen. Wen sehe ich als Meister auf dem Gebiet, aber auch, wer kann mir vielleicht jemanden vorstellen, der mir weiterhelfen kann. Natürlich haben wir uns im Circlemeeting die Listen gegenseitig erläutert. Jeder musste den anderen erklären, warum er diese Person oder Personengruppe mit aufgenommen hat. Gemeinsam sind wir z. B. draufgekommen, auch an Multiplikatoren wie Vereine/ Verbände, oder auch einfach Kollegen im eigenen Unternehmen zu denken. Es muss ja nicht immer gleich ein konkreter Name drinstehen, es kann ja auch eine Aufgabe sein, diesen erst im Rahmen von WOL zu recherchieren.

Harald Schirmer hat hier eine Vorlage erstellt, die man prima für die Beziehungsliste nutzen kann. Auch ich habe sie als Basis genommen, für eine Mitstreiterin war Excel das besser Tool. Den Nutzen aus so einer Liste kann man meiner Meinung nach auch ziehen, wenn man sich gerade nicht in einem aktiven WOL-Circle befindet. Wirklich mal aufschreiben, wer Schlüsselpersonen für mich sind, hilft oft klarer zu sehen und nächste Maßnahmen zu beschließen.

Unsere Themen in Woche 2

In Woche 2 steht die aktive Arbeit mit der Beziehungsliste im Zentrum. Jedem Kontakt auf der Liste wird ein Vertrautheitslevel zugeordnet. Es geht los mit Stufe 1 „Die Person weiß nicht, dass es Dich gibt.“ bis Stufe 5 „Ihr interagiert regelmäßig, tauscht Ideen aus und helft einander.“. Mir ist die Übung in Bezug auf externe Kontakte nicht leicht gefallen. Natürlich folgt man seinen „(Fach)Idolen“ in den sozialen Medien und hat vielleicht auf einer Konferenz schon mal die Hand geschüttelt, aber ob sich dieser Mensch auch an einen erinnert, ist manchmal schwer zu beantworten. Meine Empfehlung ist hier, lieber eine Stufe niedriger zu gehen, um das Potenzial des Beziehungsaufbaus im Rahmen der 12 WOL-Wochen komplett ausschöpfen zu können.

Leises Anklopfen

Haben alle Kontakte auf der Liste ein Vertrauenslevel, ist die Aufgabe, wirklich in Interaktion zu treten. Für jede Person überlegen wir uns eine Maßnahme. Das ist bei dem einen „zufällig im Flur begegnen und Ansprechen“ oder einfach auf Xing einen Beitrag liken. Analoge Aktionen zählen für uns genauso, wie digitale. Wir haben viel überlegt, ob das vielleicht plump oder schleimig ist, sind aber zu dem Ergebnis gekommen, dass es genau das nicht ist. Anerkennung mag jeder gern. Und warum nicht direkt sichtbar aussprechen. Die Aufrichtigkeit dahinter zählt. Auch, wenn der Empfänger vielleicht nicht mal Danke dazu sagt.

Nach so kurzer Zeit sind wir tatsächlich bereits alle im WOL-Fieber angekommen. Dank eines Mitglieds haben wir jetzt einen Namen „Die WOL-lüstigen“ und ein eigenes gemaltes Logo dazu.

Empfehlung der Woche

Ich fand es spannend, interessant und beruhigend zugleich, einen öffentlichen WOL-Circle sehen zu können. Reinklicken lohnt. Versprochen.

Zum WOLknäul #4

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Nadine Schäffer