WOL rocks

Working Out Loud ist preisverdächtig! Herzlichen Glückwunsch an die unternehmensübergreifende Community of Practice, die mit dem HR Excellence Award ausgezeichnet wurde!

Für mich ist WOL mehr, als den Umgang mit sozialen Medien zu üben. Posten konnte ich schon vorher. Mich begeistern die Menschen in meinem Circle und die Routinen, die ich über die Wochen in meine Arbeit einbauen konnte. Und ja, ich bin auch mutiger geworden und habe extrem viel gelernt. Sabine Kluge beschreibt WOL in ihrem Artikel als “… 12wöchiges, selbst-organisiertes Peer Coaching Programm, bei dem Menschen lernen, sich zu vernetzen, indem sie strukturiert Beziehungen aufbauen, und, ganz wichtig: Sie werden ermutigt, sich aus dem Silo zu wagen …”.

Wochenschluss

Zurück in meinen Circle. Wir haben beim letzten Mal die Woche 11 gestartet. Da wir uns in der letzten Woche nicht getroffen haben, ist auch kein Blogbeitrag erschienen.

Jetzt geht es weiter mit der Aufgabe der Stämme. Wir sollen Stämme finden, die uns am Herzen liegen. Mit dem Wort Stämme können wir zuerst nichts anfangen und beschließen es für uns einfach beim Begriff der Gruppen oder Interessensgemeinschaften zu belassen. Die Aufgabe ist es, 10 Gruppen zu finden, die sich mit Themen beschäftigen, die einem am Herzen liegen. Für uns zählen Online- und Offlinegruppen gleichermaßen.
Im nächsten Schritt diskutieren wir unsere gefundenen Stämme. Ich habe nur neun gefunden. Da sind zum Beispiel die GfWM, verschiedene Xing-Gruppen oder ein Frauennetzwerk von Microsoft. Bei einer Gruppe waren wir uns alle einig, unserem WOL-Circle. Auch wenn dieser ohne „Chef“ ist.

In der weiteren Übung bringt John Stepper Beispiele für Interessensgemeinschaften, aus denen sich richtig was entwickelt hat. Wir sollen die genannten Stämme mit unseren Zielen matchen und genau analysieren. So machen wir auch einen indirekten Zielcheck. Eine Mitstreiterin stellt fest, dass die aktuellen Gruppen nicht zu ihrem Ziel passen. Das ist nicht schlimm, weil auch das Ziel sich in der Zwischenzeit verändert hat. Eine andere ist gerade dabei, ihren eigenen Stamm zu gründen. Das ist richtig spannend, weil wir mitbekommen, wie das Projekt wächst und wir es über die Wochen begleiten dürfen.

Die Übung war gut für uns, um uns auch nochmal bewusst zu machen, dass wir Themen haben, zu denen es vielleicht noch keine Gruppe gibt.

Ein Zitat, welches wir in diesem Zusammenhang alle toll fanden, würde ich noch gern mit Euch teilen:

„Ich hab das noch nie gemacht, also gehe ich davon aus, dass ich es kann!“

Face to Face

Bisher war unser Circle komplett virtuell. Immer mit Video, aber eben nicht so analog live. In dieser Woche hat es sich beruflich ergeben, dass ich in die Stadt einer Mitstreiterin gekommen bin. Ratz fatz war ein persönliches Treffen ausgemacht. Ich war schon echt etwas aufgeregt, wie das wohl werden wird. Nur wir zwei, so ganz ohne Agenda. Und was soll ich sagen … es war großartig! Für mich hat es sich angefühlt, wie eine alte Freundin zu treffen. Vertraut und ganz selbstverständlich. Nachdem wir zwei Stunden ununterbrochen geredet haben, musste ich wieder auf die Autobahn und war die ganze Heimfahrt richtig beschwingt. Ich hätte vorher nie gedacht, dass man eine so vertraute Beziehung rein virtuell aufbauen kann. In unserem Fall hat es zu 100% geklappt. Diese Erfahrung wünsche ich auch allen anderen, die virtuelle Circle haben. Trefft euch, es lohnt sich.

Nächste Woche geht es tatsächlich mit der 12 los und damit mit dem letzten Teil. Ich bin wehmütig und überlege mir etwas, um wirklich einen weiteren Austausch gut hin zu bekommen. Versprochen.

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    Nadine Schäffer