Am 22. Februar lud Kongress Media zum zweiten Mal nach München zum Digital Workplace Tech Forum. Gerichtet war die Veranstaltung an Besucher, die nach Inspiration zur Gestaltung ihres digitalen Arbeitsplatzes suchen. Wir waren vor Ort und geben Ihnen einen kurzen Einblick in die spannenden Themen, die auf der Konferenz behandelt wurden.

Wir meinen: der Digitale Arbeitsplatz soll vor allem den Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit helfen. Da sehen wir uns bestätigt:

Keynote „Digital Workplace – auf dem Weg zur integrierten Kollaborations- und Produktivitätsplattform“

The Digital Workplace Ecosystem – From Collaboration to Productivity & Process Support

Sam Marshall

Sam Marshall stieg gleich sehr bildhaft in das Thema ein: er verglich den Digital Workplace mit dem perfekten Urlaub. Strand, Berge, Balkonien – die Wünsche sind bei jedem anders. So ist es eben auch mit der digitalen Arbeitsplattform. Diese ist für jedes Unternehmen einzigartig, eben ganz auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Man kann ihn nicht einfach kaufen, denn er ist kein Produkt sondern ein Konzept. Er betonte, dass man bei den Planungen und Umsetzungen stets den Bedarf der Nutzer vor Augen haben sollte. Denn glückliche Angestellte sind nachgewiesenermaßen produktiver, haben weniger Fehlzeiten und dadurch wird die Rentabilität gesteigert. In der Folge bedeutet das: „A well designed Digital Workplace makes happy employees“.

 

 

Building Blocks oft the Ecosystem for a better employee experience

Dion Hinchcliffe

Für Dion Hinchcliffe stand fest, dass wir bereits die richtige Toolbox für einen passenden Arbeitsplatz der Zukunft haben. Die Herausforderung ist jedoch, aus der Fülle der Angebote genau die herauszufiltern, die die Wünsche der Nutzer bedienen. Der Schlüssel lautet: Employee Experience. Darunter versteht man das Zusammenspiel aus der zu Verfügung stehenden Technologie, der Unternehmenskultur und des Arbeitsumfelds. Als einen weiteren Erfolgsfaktor nannte er das Community Management. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter über die Plattform zusammenarbeiten und ihr Wissen dort teilen.

 

Defining the Digital Workplace Strategy – Practical Recommendations

Neil Morgan

Neil Morgan schlug in die selbe Kerbe: um die Art wie wir arbeiten weiterzuentwickeln, benötigt man einen umfassenden Blick über den Ist-Zustand. Wer ist das Team? Was sind deren Aufgaben? Welche Tools werden von ihnen benutzt? Und sind das auch Tools, die im Unternehmen toleriert werden? Als Beispiel führte er Doodle an, das von vielen bereits privat genutzt wird und nun auch in Microsoft Teams eingebunden werden kann. In so einem Fall dürfte die Akzeptanz der Mitarbeiter sehr hoch liegen.

 

 

Die Quintessenz der drei Keynotes lautete ganz klar: ohne genau zu wissen, was die Mitarbeiter möchten und brauchen, kann kein erfolgreicher Digital Workplace im Unternehmen eingeführt werden!

 

Wie sieht die Praxis aus?

In den beiden Praxis-Panels konnten sich die Teilnehmer überzeugen lassen, wie man von der Theorie zur gelungenen Umsetzung gelangt. Rehau etwa berichtete über den ersten Schritt in die Cloud: das traditionelle Familienunternehmen stellte die Datenablage auf Dropbox um. Dabei haben sie sich konsequent von der Usability und dem Anwenderfeedback zu alternativen Lösungen leiten lassen.

 

 

Axel Springer SE führte das „move office“ ein – Office 365. Durch ein durchdachtes Storytelling im Sinne einer Reiseplanung und weitreichender Qualifizierung der Mitarbeiter konnte das das Produkt erfolgreich eingeführt werden.

„Allianz Connect“ nennt sich das Social Intranet, dass die Allianz auf Basis von Jive geschaffen hat. Nach der Implementierung taten sich besonders Bereiche wie das Azubi- und Innovations-Center sowie „Ask me anything“ hervor. Dort können Mitarbeiter Fragen zu jeglichen Themen einreichen, die dann vom Management beantwortet werden.
Was sich jedoch durch alle Vorträge zog, war die Erkenntnis, dass man nie an den Punkt gelangt, an dem man alles erreicht oder verstanden hat. Denn durch ständig neue Rollouts und Weiterentwicklung der Technik heißt der Status immer „work in progress“.

 

Mixed Reality Vorführung

Ein Highlight bot Torsten Fell in seinem Slot. Er hatte die Lacher auf seiner Seite als er die Bühne mit einer Mixed Reality Brille betrat. Das Schmunzeln ging aber gleich in beeindrucktes Raunen über, da er anschaulich die Möglichkeiten der Microsoft HoloLens vorführte – etwa als er ein menschliches Herz im Raum platzierte und außen herum spazierte um es genau inspizieren zu können. Die Brille wird bereits pilothaft in großen Konzernen eingesetzt und für ihn steht fest, dass dies definitiv ein festes Tool unserer zukünftigen Arbeitsweise sein wird. Da die Kosten aktuell noch zu hoch für die Massenproduktion sind und die Qualität noch nicht final ausgereift ist, wird es wohl noch ein paar Jahre dauern bis solche Lenses in größeren Mengen in die Firmen einziehen.

 

Interaktive Workshop-Sessions

Wir von der IPI GmbH durften nicht nur den interessanten Vorträgen lauschen, sondern auch aktiv an der Gestaltung des Tages mitwirken. Unser Principal Consultant Dr. Julian Bahrs begeisterte die Teilnehmer in seinem interaktiven Workshop zum Thema „Bot Shop – Potenziale und Möglichkeiten von Bots im Digital Workplace“. Neben den Chancen der drei Schwerpunkt-Themen Teamwork, Zugang zu Informationen sowie Workflow und Formulare wurden auch die dazugehörigen Risiken bzw. Schwierigkeiten besprochen. Hierzu zählt unter anderem, dass es (noch) nicht den einen Bot gibt, der eine Antwort auf alles hat. Deshalb müssten für die unterschiedlichen Bedürfnisse auch verschiedene Bots eingesetzt werden, dessen jeweilige Syntax die Anwender erlernen müssen.

Jedoch waren sich die Teilnehmer einig, dass Bots nicht ein Thema von morgen oder übermorgen, sondern bereits von heute sind.

Das Resümee des Tages …

… fällt sehr positiv aus, denn es wurden viele interessante Themen angeboten und es gab ausreichend Zeit sich mit den anderen Besuchern auszutauschen. Wir stimmen mit den Speakern überein, dass der individuelle Weg von der Idee bis zur Umsetzung des bestmöglichen Digitalen Arbeitsplatzes viele Stolpersteine aufweist, die es zu umgehen gilt. Egal ob es um eine Bedarfsanalyse, Mitarbeiterbefragungen oder die strategische und technische Einführung des Digital Workplace geht: wir helfen Ihnen mit unserer Expertise gerne, den Arbeitsplatz der Zukunft in Ihr Unternehmen zu bringen! Lassen Sie es uns einfach wissen, wie wir Sie unterstützen können.

 

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    Christina Reif