Fachartikel Von der Idee zum Podcast – Teil 1

In meinem letzten Blogbeitrag „Podcasts in der internen Kommunikation“ habe ich über einige Vorteile eines Podcast berichtet. Wir sind der Frage nachgegangen, wann ein Podcast sinnvoll ist. Vielleicht haben Sie noch unser Lösungsbeispiel „Interne Kommunikation mit dem Modern Intranet“ vor Augen. Heute möchte ich auf einige Aspekte, die vor Ihrer Podcast-Produktion wichtig sind, eingehen.

Wie Sie Ihren Podcast verwirklichen?

Es gibt zahlreiche Herangehensweisen, Arten und Vorlieben was die Produktion von Podcasts betrifft. Ähnlich wie beim Thema „Digitaler Arbeitsplatz“ gibt es auch beim Podcast nicht „die“ Lösung oder gar eine Blaupause zur Produktion. Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Zielsetzungen, die jeder Podcaster bzw. jedes Unternehmen damit verfolgt und zum anderen natürlich auch an weiteren damit verbundenen Fragen, wie Budget, Ressourcen und den technischen Grundvoraussetzungen.

Statt zu versuchen Ihnen zu erzählen was vermeintlich richtig und was falsch ist, möchte ich von unserem Weg, von der Idee hin zum „Digital Workplace Podcast powered by IPI“, berichten. Welches Equipment bzw. welche Tools nutzen wir zur Produktion? Welche Software haben wir für was und warum im Einsatz?

Ich möchte an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die folgenden aufgeführten Punkte keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen und dass ich mich sehr über Ihr Feedback bezüglich Ihrer gesammelten Erfahrungen freue!

Ein Konzept muss her

  • Zielgruppe

Definieren Sie für sich, wer Ihre Zielgruppe für den Podcast sein soll. Dabei ist es egal, ob es sich um einen „klassischen“ externen Podcast handelt oder um einen in der internen Unternehmenskommunikation. Warum das so wichtig ist? Weil sich erstens der zukünftige Inhalt bzw. Ihre Themen daran orientieren und zweitens Fragen nach der Häufigkeit ableiten. In der internen Kommunikation sind beispielsweise alle Mitarbeiter in der Zielgruppe eines Corporate Podcasts oder Sie entscheiden sich (u.U. auch zusätzlich) Sparten- oder Themen Podcasts zu veröffentlichen. Dann können auch unterschiedliche Zielgruppen, beispielsweise Ihre Service- und Außendienstmitarbeiter für einen Podcast zu Produktupdates- oder Vorstellungen, angesprochen werden. Wenn Sie bei einem externen Podcast z.B. hauptsächlich Entwickler ansprechen möchten, dann sollten Sie sich auf technische und sehr Themenspezifische Inhalte fokussieren.

  • Rhythmus

Machen Sie sich Gedanken über die Häufigkeit und den Rhythmus, in dem Sie Ihre Podcast-Folgen veröffentlichen möchten. Erstellen Sie einen Plan inkl. der Angaben wie Datum, Gesprächsgast und Thema, um den Überblick zu behalten. Es sollte regelmäßig eine Veröffentlichung erfolgen, wobei Sie natürlich auch „Sonderfolgen“ oder Folgen, die sich auf eine Veranstaltung beziehen, zwischendurch rausbringen können. Passen Sie in solchen Fällen auch Ihren Plan entsprechend an. Setzen Sie den Rhythmus gerade zu Beginn nicht zu eng und bringen sich so nicht selbst unnötig unter Zugzwang. Wir planen zum Beispiel mit einem 14-tägigen Rhythmus, wobei dieser auf Grund von Kundenprojekten oder Urlaubsperioden auch schonmal verschoben werden kann. Aber auch dies ist grundsätzlich kein „Beinbruch“ und sollte die Verbindung zu Ihren Zuhörern nicht nachhaltig negativ beeinflussen.

  • Inhalte und Themen

Was möchten Sie mit Ihrem Podcast transportieren? Was sind die Themen, Fragestellungen oder gar Lösungsansätze, die Sie mit Ihrem Podcast bieten möchten? Wofür soll Ihr Podcast stehen? Das sind einige der grundlegenden Überlegungen, die Ihnen später auch dabei helfen ein klares Profil zu erlangen und sich nicht in zu vielen, nicht zusammengehörigen Themen, zu verlieren. Wir haben für uns beschlossen, den Fokus auf die Digitalisierung der internen Kommunikation und die Weiterentwicklung/Trends des digitalen Arbeitsplatzes zu legen. Heißt im Umkehrschluss auch, dass uns alle damit verbundenen Themen wie Mixed Reality, Virtual Reality und Künstliche Intelligenz auch Ansatzpunkte für eventuelle Gespräche bieten.

  • Format

Welches Format soll Ihr Podcast haben? Ist es jedes Mal so, dass Sie sich mit nur einem Gesprächspartner unterhalten? Können es auch mal mehr als nur ein Teilnehmer sein? Planen Sie auch Partner oder Kunden zum Podcast einzuladen? Möchten Sie mit sound- und ergänzenden Audioeffekten Ihren Podcast ergänzen? Soll Ihr Podcast zukünftig auch für die Berichterstattung von Veranstaltungen dienen und möchten Sie auch Stimmen von vielen Besuchern vor Ort mit einbinden? Entscheiden Sie sich also zwischen der klassischen Solo Episode, einem sogenannten „Laberpodcast“ oder einem „angereicherten“ Podcast.

  • Mögliche Gesprächspartner

Basierend auf den von Ihnen identifizierten Themen, die Sie in Ihrem Podcast behandeln möchten, sollten Sie sich eine Liste mit möglichen Gesprächsteilnehmern erstellen. Wer kann Ihnen und Ihren Mitarbeitern spannende Informationen liefern? Fragen Sie Ihre Wunschteilnehmer, ob Sie Zeit und Lust haben bei Ihrem neuen Format dabei zu sein. Teilen Sie Ihre Unterlagen zur Vorbereitung, um mögliche Themeninseln bzw. Fragen zu besprechen und dem Gast die Möglichkeit zu geben sich auf das Gespräch vorzubereiten.

  • Gesprächsvorbereitung

Machen Sie sich im Vorfeld Ihrer Gespräche Gedanken darüber, was Sie Ihren Gast fragen möchten. Was soll „die Story“ Ihres Gesprächs sein? Was sollen Ihre Zuhörer aus der Folge mitnehmen. Erstellen Sie sich eine Liste mit Themen und Fragen, um strukturiert in das Gespräch zu gehen und um einen „roten Faden“ für die Unterhaltung zu haben. Fallen Ihnen keine expliziten Fragen ein, erstellen Sie sich eine Mindmap mit Themen-Inseln.

Mit dieser Vorbereitung steht der erfolgreichen Umsetzung Ihres Podcast nichts mehr im Wege. Fehlt nur noch die Technik. Auf die möchte ich im dritten und letzten Teil dieser Blogserie nochmal genauer eingehen.

Seien Sie gespannt und hinterlassen Sie uns gerne Ihr Feedback.


Alle Beiträge der Blogserie

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Andreas Schulze-Kopp