Fachartikel Use Cases und Szenarien von Yammer

Für eine erfolgreiche Yammer-Einführung ist es wichtig, dass Sie die für Sie besten Anwendungsfälle des Social Networks identifizieren. Wir zeigen Ihnen heute verschiedene Use Cases für Yammer und den resultierenden Einfluss auf die Communities.

Erfolgreiche Einführung des Tools

Yammer ist ein Collaboration-Tool, das Sie dabei unterstützt, Wissen zu teilen, sich zu vernetzen, Informationen zu entdecken und unternehmensweit zu kommunizieren. Die Identifizierung konkreter Use Cases hilft Ihnen, Yammer einzuführen und bei den Mitarbeitenden zu etablieren.

Intrinsische und extrinsische Motivation

Generell lassen sich die Szenarien des Tools in die drei Bereiche – Interessen, Fachexpertise und Informationen – zuordnen.

Interessen-Communities bedienen die intrinsische Motivation. Das heißt, Mitarbeitende interagieren in den Communities aus einem inneren Anreiz heraus.

Communities of Interest bilden sich dabei um gemeinsame Interessen und Hobbies. Beim Use Case von Diversity Management wiederum bieten die Communities bestimmten Mitarbeitergruppen eine Plattform z. B. zu Kultur, Religion oder Elternschaft.

Ebenfalls von intrinsischer Motivation getrieben sind fachliche Communities Mitarbeiter:innen folgen diesen Communities, um sich weiterzubilden und zu entwickeln. Beim Anwendungsfall Community of Practice wird sich beispielsweise zu einem bestimmten Fachgebiet ausgetauscht. Bei Fragen und Antworten Communities helfen Mitarbeitende anderen Kolleg:innen bei Fachthemen.

Dann gibt es Use Cases, die die extrinsische Motivation ansprechen, also die durch äußere Anreize ausgelöst werden, weil z.B. die Unternehmensführung festgelegt hat, dass Mitarbeiter bestimmte Informationen zur Kenntnis nehmen müssen. Zum Beispiel, eine Community, die News aus den Abteilungen und Standorten verbreitet oder der Fall einer Krisen- und Notfallkommunikation. Das Community Management unterscheidet sich in diesem Fall deutlich von intrinsisch motivierten Communities, da möglicherweise die Mitgliedschaft für die definierten Zielgruppen fest definiert sind und technisch erzwungen werden. Mitunter werden auch Benachrichtigungen als E-Mail gepushed, ohne dass Mitarbeitende dies beeinflussen können.

Zieldefinierung

Für jede Community sollten klare, gern auch mehrere Ziele definiert werden. Was möchten Sie mit diesen erreichen? Ziele könnten beispielsweise sein:

  • Transparenz in Arbeitsabläufen verbessern
  • Austausch fördern
  • Vernetzung von Expertise zu verwandten Themenfeldern
  • “Advocacy” für Themen (z.B. Diversität, Arbeitsbelastung etc.) im Unternehmen und Anstoßen von Veränderungsprojekten
  • Gegenseitige Unterstützung bei der Lösung von Problemen

Identifikation der Szenarien

Nach der Definition der Ziele, hilft ein detailliertes Beschreiben der Anwendungsfälle, mit dem Beantworten der W-Fragen. Nehmen wir das Beispiel Marktentwicklung und Mitbewerber:innen.

Wer? Welche Personengruppen/-rollen sollen mit der Community angesprochen werden?
In unserem Beispiel wären es das Sales Team und das Management.

Warum? Wozu? Was ist der Bedarf, das Ziel oder der Outcome der Community?
Für unser Beispiel wollen wir die Marktentwicklungen verstehen, Mitbewerber:innen kennen und Potentiale erkennen.

Was? Wie? Was sollen die Inhalte sein? Wie sieht ein Redaktions- und Aktivitätenplan aus?
Nehmen wir wieder unser Beispiel, könnten die Inhalte sein:

  • Neue Mitbewerber:innen ankündigen
  • FAQs
  • Informationen und Neuigkeiten über Mitbewerber:innen kommunizieren
  • Erfahrene Sales-Mitarbeitende zum Markt befragen

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag helfen konnten, mögliche Use Cases für Ihr Yammer zu identifizieren und definieren. Bei Fragen zum Thema, strategischer Planung der Use Cases, Aufbau eines Community Managements oder wenn Sie Unterstützung bei der Einführung und Nutzung des Social Networks benötigen, können Sie uns gerne kontaktieren!

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    Ireen Scholze