Fachartikel SharePoint Server 2016: Neue Produktwartungsrichtlinie mit Auswirkungen auf Ihren Support

Mit SharePoint Server 2016 hat Microsoft ein neues Update-Modell implementiert: Es gibt keine neuen Service-Packs mehr, sondern monatliche kumulative Public Update Builds, die für Kunden bereitgestellt werden. Diese sollten Sie nicht verpassen, um nicht aus dem Support „herauszufallen“.

Ohne aktuelle Version kein Support

Bei SharePoint 2013 war die Wartung von SharePoint abhängig von bestimmten Versionstypen – der ursprünglichen RTM-Version und Service Packs. Für SharePoint Server 2016 sieht Microsoft jedoch keine Veröffentlichung von neuen Service Packs vor. Stattdessen erfolgt die Aktualisierung durch monatliche Public Update Builds, die Verbesserungen an Funktionen, Leistung und Stabilität mit sich bringen.

Während der allgemeinen Supportphase bis Mitte Juli 2021 veröffentlicht Microsoft jeden Monat neue Public Update Builds für SharePoint Server 2016. Diese werden bis mindestens ein Jahr nach deren Veröffentlichungsdatum unterstützt und an jedem Jahrestag der allgemeinen Verfügbarkeit aktualisiert. So stellt Microsoft sicher, dass Kunden einen relativ aktuellen Build ausführen. Denn damit Sie weiterhin Support durch Microsoft erhalten können, müssen Sie mindestens diese Buildversion verwenden:

„Wenn ein Kunde den Microsoft-Support kontaktiert und die Farm des Kunden nicht die unterstützte Mindestversion des Builds oder höher ausführt, wird der Kunde aufgefordert, ein Upgrade auf diesen Build durchzuführen, bevor Support gewährt werden kann.“


Der Zeitplan für die Produktwartungsrichtlinie für SharePoint 2016

Support sichern und fristgemäß installieren

Microsoft empfiehlt daher, die neuen Updates für SharePoint Server 2016 zu installieren, sobald diese verfügbar sind. Jegliche Bedenken hinsichtlich möglicher Probleme, die dadurch verursacht werden könnten, räumt Microsoft aus dem Weg: „Mit jedem öffentlichen Update wird eine strenge Prüfung sowohl intern als auch mit einer ausgewählten Gruppe von Partnern und Kunden durchgeführt, bevor es freigegeben wird, um sicherzustellen, dass das Update die höchste Qualität aufweist.“

Unser Tipp ist: Merken Sie sich die Termine für das jeweilige Support-Ende vor. Planen Sie trotz Zero-Down-Time-Patching (nur möglich bei hochverfügbaren Farmen) Ihre Updates rechtzeitig ein und unterschätzen Sie den Planungsaufwand nicht.

Wir unterstützen Sie gerne dabei Ihre Update-Zyklen einzuhalten und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Quellen:

https://support.microsoft.com/de-de/lifecycle/search?alpha=Microsoft%20SharePoint%20Server%202016 und https://technet.microsoft.com/de-de/library/mt782882(v=office.16).aspx

Kommentare

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    Hans Herrgott