FachartikelPro Bono – Weiterbildung mal anders

Wie groß wird das Thema „Persönliche Weiterentwicklung“ in Ihrem Unternehmen geschrieben? Wie Sie vielleicht schon wissen, nimmt dieser Aspekt in der IPI einen hohen Stellenwert ein. Neben den gängigen Formaten wie Seminare, Workshops oder eLearning macht es Sinn, etwas über den Horizont hinaus zu denken. Wir haben da vielleicht eine gute Idee, wie Sie Ihr Weiterbildungsangebot um eine attraktive Möglichkeit erweitern können.

Einer unserer Mitarbeiter war auch auf der Suche nach wohltätigen Alternativen und stieß bei seiner Recherche auf Youvo. Schnell war für ihn klar: „Das ist genau das, was ich ausprobieren möchte.“ Gesagt, getan. Das erste Projekt ist mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Aber was genau bietet diese Plattform an?

Gemeinnützige Projekte unterstützen

Bei Youvo (You Volunteer) werden verschiedenste Projekte eingestellt, bei denen ehrenamtliche Unterstützung benötigt wird. Das Besondere ist allerdings, dass es sich es hierbei um gemeinnützige Projekte von Vereinen oder Non-Profit-Organisationen handelt. Wenn ein Projekt in die Plattform aufgenommen werden soll, müssen sich die Verantwortlichen erst damit bewerben und detailliert darlegen, warum und für was Unterstützung benötigt wird und warum das nicht selbst geleistet werden kann. So kann man sich automatisch sicher sein, dass die Anfrage nach Hilfe wirklich gerechtfertigt ist.

Was ist zu tun?

Die Projekte sind alle sehr unterschiedlich, jedoch gibt es sechs Aufgabenschwerpunkte: Video, Foto, Design, Text & PR, Online sowie Konzept. So wird bei jedem Projekt angezeigt, welche Aufgaben zu vergeben sind. Einige Beispiele: bei der Gestaltung eines Flyers für einen Bücherei-Förderverein wurden Fotos, Texte sowie Designs benötigt. Ein Verein möchte ein Konzept für eine Social-Media-Kampagne ausarbeiten und sucht nach Leuten, die Texte erstellen, Online- und Konzeptions-Skills haben. Sie sehen also, es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten sich einzubringen.

Grundsätzlich richten sich die Aufgaben eher an „Kreative“. Was aber nicht bedeutet, dass man in diesem Gebiet hauptberuflich unterwegs sein muss. Wenn der Buchhalter beispielsweise in seiner Freizeit gerne und gut fotografiert, kann er sich mit seinen Bildern auch für ein Projekt bewerben. Einfach seinen Vorschlag hochladen und mit etwas Glück ausgewählt werden.

Unsere Projekt-Erfahrung

Das erste Projekt unseres Mitarbeiters war im Design-Bereich angesiedelt. Der Zeitaufwand wurde für sechs Tage anberaumt und auch eine Deadline gab es. Und die Praxis? Die sah etwas anders aus. Das Projekt konnte viel schneller abgeschlossen werden als geplant – was natürlich auch in die andere Richtung gehen könnte. Denn man darf nicht vergessen, dass die Verantwortlichen oft kein Hintergrundwissen zu den Themen verfügen, die sie ausschreiben. Deshalb sollte auch anfangs immer geprüft werden: sind die Einschätzungen halbwegs realistisch oder muss nachgebessert werden – ist das Projekt überhaupt realisierbar? Was uns gleich zum nächsten Punkt führt. Wer an einem Projekt teilnimmt, muss sich dessen bewusst sein, dass da mehr auf ihn zukommt als beispielsweise nur das erforderliche Screen Design abzuliefern. Denn man muss auch direkt klären, wie oft man arbeiten kann, wie kommuniziert und vorgegangen wird usw. Kurz: man bekommt ein hohes Maß an Selbstverantwortung.

Drei Screen-Designs unseres Mitarbeiters für sein Projekt

 

Aber warum soll man sich neben seiner regulären Arbeit noch Zusätzliche aufhalsen? Ganz klar: man tut damit etwas Gutes und kann sich in soziale Projekte einbringen. Davon abgesehen entwickelt man selbstverständlich seine Skills weiter – die sozialen als auch die fachlichen. Das Ausbrechen aus seinen gewohnten Strukturen und Kundenprojekten kann ebenfalls die Motivation beflügeln. Aber der wohl schönste Nebeneffekt des Ganzen ist die Dankbarkeit und Wertschätzung, die einem von den Initiatoren des Projektes entgegenkommen. Anstatt einer Bezahlung winkt nach Abschluss oft ein gemeinsames Essen oder ein anderes persönliches Dankeschön.

Haben Sie Interesse? Dann probieren Sie es doch einfach mal aus. Auch wenn es um andere Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, können wir Ihnen helfen das für Sie passende Format zu finden.

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    Christina Reif