Best Practices Fachartikel Podcasts in der Internen Kommunikation

Neue Kommunikationsformate boomen. Egal ob im Privatleben oder im Businesskontext ändern sich, nicht zuletzt durch die vermehrte Homeoffice-Tätigkeit, die Verhaltensmuster vieler Menschen und dadurch auch deren Erwartungshaltung an die Formate der internen Unternehmenskommunikation. Nachdem Video in der jüngsten Vergangenheit immer wieder ein Thema für viele Unternehmen war, um mit der Belegschaft zu kommunizieren, steht jetzt mit dem Podcast ein weiteres vielversprechendes Format in den Startlöchern.

Warum Podcasts die Interne Kommunikation stärken?

In den Startlöchern deswegen, weil sich Podcasts und andere Audio-on-Demand-Angebote sicherlich privat immer größerer Beliebtheit erfreuen, sich aber noch nicht als mögliches Format für die unternehmensinterne Kommunikation durchgesetzt haben. Die Hörerzahlen von externen, also nicht internen Corporate Podcasts, steigen kontinuierlich und das Angebot an Podcasts wird immer größer. Aber warum ist das so? Jeder der Podcasts bereits konsumiert und fest in seinen Alltag eingebunden hat, weiß die Vorteile zu schätzen.

  • Mobil erreichbar (On- und Offline)

Einer der größten Vorteile ist mit Sicherheit für viele von uns, dass wir Inhalte einfach, schnell und unkompliziert unterwegs konsumieren können. Man hat die Möglichkeit Audio-Inhalte mobil oder auch „nebenbei“, z.B. im Zug, im Auto, beim Sport oder beim Spaziergang mit dem Hund, abzurufen. Ein Podcast passt sich also den persönlichen Umständen an und man kann bestimmen was man wann und wie lange hören möchte. Durch diese Flexibilität lässt er sich optimal in den Alltag integrieren und sorgt dafür, dass die Zeit möglichst effizient genutzt werden kann.

Und genau das ist einer der Gründe, warum sich aktuell immer mehr Unternehmen mit einem eigenen internen Podcast beschäftigen. Es wird mehr experimentiert als in der Vergangenheit und es werden Dinge auch einfach mal umgesetzt. Hier sieht man bei vielen Unternehmen, und natürlich auch bei unseren Kunden, auf jeden Fall mehr Mut zum Risiko und Lust Neues auszuprobieren. Vielleicht ist auch das eine der positiven Randerscheinungen der Corona-Pandemie.

  • Flexibel abrufbar

Gerade in Zeiten wie sie aktuell vorherrschen, ist eine asynchrone Kommunikation ein immer wichtiger werdendes Thema. Mitarbeiter sind nicht immer im Büro, am Desktop oder mit dem Netzwerk verbunden. Menschen sind wesentlich flexibler und mobiler in der Wahl des Arbeitsortes, der Geräte und der Zeit. Und das gilt es auch beim Angebot möglicher Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten zu bedenken.

Menschen sind wesentlich flexibler und mobiler in der Wahl des Arbeitsortes, der Geräte und der Zeit. Und das gilt es auch beim Angebot möglicher Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten zu bedenken. In der Präsenzkultur der Vergangenheit hatten Mitarbeiter die Möglichkeit, sich ab und an auf einen Kaffee mit ihren Kollegen zu treffen und waren damit automatisch in Bewegung. In einer auf Videokonferenzen und dezentralen Unternehmensstruktur aufgebauten Kommunikation bleibt das „wir treffen uns mal auf einen Kaffee“ immer häufiger auf der Strecke. Eine asynchrone Audio Kommunikation, z.B.: durch einen Podcast, schafft hier mehr Freiheiten und Flexibilität für alle Beteiligten.

  • Einfach und kostengünstig in der Produktion

Wer sich mit Remote-Work, flexiblen Arbeitsplatzmodellen und einer Digitalisierung des Arbeitsplatzes beschäftigt, kommt nicht umher sich auch in Sachen Kommunikation flexibler auszustellen. Audio bietet in diesem Zusammenhang eine großartige Möglichkeit Mitarbeitern Informationen in Form von authentischen Stories zukommen zulassen und ist für den Konsumenten bequem, einfach und flexibel verfügbar. Außerdem ist es in der Produktion um einiges einfacher, schneller und kostengünstiger im Vergleich zum Video-Format.
Denn beim Podcast muss nicht alles auf Hochglanz poliert, durchchoreografiert und perfekt bis ins Kleinste sein. Es passieren Versprecher, man muss seine Gedanken nochmal neu sortieren und muss Fragen nochmal umformulieren. All das passiert und das darf auch in einem Podcast passieren. Genau das macht es echt und gibt dem Podcast am Ende so viel von der Glaubwürdigkeit mit, welche dabei vermittelt wird mit. Abgesehen davon benötigen Sie als Unternehmen so viel weniger Vorbereitungs- bzw. Aufnahmezeit und Zeit für die Nachbearbeitung eines Podcast.

  • Transport von Emotionen und Vermittlung von Nähe

Authentizität war, ist und wird für jedes Unternehmen ein immens wichtiger Aspekt in der Kommunikation. Und auch hier ist es egal, ob wir von der internen oder externen Kommunikation sprechen. Auf diesen Aspekt zahlt u.a. auch der Faktor Stimme ein. Sie transportieren mit der Stimme nicht nur den Inhalt, sondern sehr viel mehr. Emotionen, Stimmung und Echtheit machen das Format des Podcasts so andersartig aber auch so wertvoll. Beim Podcast können Sie zwischen den Zeilen lesen und der Redner schafft durch die Nähe zum Konsumenten eine Verbindung, die mit keinem anderen Format in der Form machbar ist.

Bei E-Mails werden Emotionen, egal ob bewusst oder unbewusst, vielleicht auch schonmal falsch interpretiert. Andersherum ist es auch nicht einfach E-Mails zu schreiben, die positive Emotionen transportieren und beim Leser erzeugen. All das ist mit der Stimme wesentlich einfacher zu bewirken.

  • Keine Ablenkung vom Inhalt sowie hohe Verweildauer

Beim Audio-Format eines Podcasts lenkt den Nutzer nichts von der Botschaft ab, wie etwa bei möglichen Video-Botschaften. Man hört nur das gesprochene Wort, sieht aber nicht die Umgebung, die Kleidung des Sprechers oder gar seine Mimik. Zudem ist die Verweilquote bei Podcasts wesentlich höher als bei anderen Formaten – rund 80% der Nutzer hören eine Episode auch bis zum Ende.

  • Wissen teilen

Auch ist es für Unternehmen wichtig, dass Wissen mehr vertikal geteilt wird und somit auch Kollegen erreicht, welche nicht im gleichen Bereich wie man selbst tätig sind. Ein nachhaltiger Erfahrungsaustausch und speziell dessen Erhaltung ist aus Sicht vieler Unternehmen sogar noch wichtiger als im Privaten. Es geht aber auch darum, wichtiges Wissen erfahrenerer Kollegen erhalten zu können und dies unternehmensweit schnell, einfach und auffindbar zur Verfügung zu stellen.

Wann Podcasts sinnvoll sind?

In welchen Fällen sollten Sie also über einen möglichen Podcast nachdenken? Hier ein paar Beispiele für mögliche Anwendungsfälle:

  • Management Kommunikation: Nehmen Sie einen Podcast auf, anstatt Ihre Mitarbeiter wie seit Firmengründung per E-Mail oder Newsletter über wichtige Nachrichten zu benachrichtigen. Informieren Sie authentisch, echt und zeitnah und erzählen Sie Ihre Story anstelle der reinen Vermittlung von trockenen Sachverhalten oder gar Kennzahlen.
  • Meeting Updates: Noch vor wenigen Monaten war es für viele Neu Gesprächsnotizen live während eines Meetings gemeinsam zu erstellen und sie hinterher allen zentral zur Verfügung zu stellen. Nehmen Sie die wichtigsten Punkte zukünftig als Podcast auf und teilen ihn über diesen Weg mit Ihren Kollegen.
  • Lerninhalte: Ein Podcast kann eine hervorragende Ergänzung zu vielen Inhalten aus dem Bereich Lernen sein. Teilen Sie beispielsweise die aktuellen und neusten Weiterbildungsmöglichkeiten regelmäßig in einem Podcast. Auch klassische Videoformate, welche Funktionen und Handhabung von Systemen vermitteln, können durch Audioinhalte punktuell hervorragend ergänzt werden.
  • Veranstaltungsberichte: Nehmen Sie nach einem spannenden Event einen kurzen Podcast auf und ergänzen so Ihren eventuellen Blogbeitrag für Ihre Kollegen. Auf diesem Weg kann auch hervorragend die Stimmung auf einem Event und die Meinung anderer Teilnehmer kommuniziert werden.
  • Experten-Runden: Lassen Sie intern die Experten zu Wort kommen und schaffen Sie wertvollen Inhalt für alle Mitarbeiter indem Sie das Expertenwissen über einen Podcast allen zugänglich machen. Positionieren Sie Ihre Experten nicht nur in externen Netzwerken, sondern geben Sie Ihnen auch intern mehr Sichtbarkeit.

Wie den Podcast in die interne Kommunikation einbinden?

Und damit Ihr Podcast auch da ankommt, wo er soll, platzieren Sie ihn doch prominent in Ihrem Intranet. Und stellen Sie so einen einfachen Zugriff für Ihre Mitarbeiter – auch von unterwegs – sicher.

In unserem Lösungsbeispiel „Interne Kommunikation mit dem Modern Intranet“ sehen Sie nicht nur wie Sie einen Podcast in Ihren digitalen Arbeitsplatz einbinden können, wir zeigen Ihnen, wie eine moderne digitale interne Kommunikation nahe am Standard mit SharePoint online und weiteren Office 365 Diensten aussehen kann.

Vielleicht haben Sie jetzt Lust bekommen, sich näher mit dem Thema Podcast für Ihre interne Unternehmenskommunikation zu beschäftigen. Dann dürfen Sie sich auf den zweiten Teil dieser Blogserie freuen, in dem wir uns mit den technischen Voraussetzungen und der Produktion eines Podcast beschäftigen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Podcasts gemacht? Nutzen Sie das Format vielleicht schon in der Unternehmenskommunikation? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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    Andreas Schulze-Kopp