Events Fachartikel Partner Unternehmen Interview: SharePoint 2013 – Design und Branding

Design ist ein Thema, das in SharePoint-Projekten oft stiefmütterlich behandelt wird. Da werden die tollsten Funktionalitäten in einer Portallösung kombiniert und man wundert sich, dass das Endergebnis keinen Anklang bei den Nutzern findet. Dabei kommt es für den Mitarbeiter vor allem auf eine intuitive Benutzeroberfläche und ein ansprechendes Design an. Ich habe mich daher mit unserem Design-Experten Philipp Seßner unterhalten und ihn zu den neuen Design-Funktionalitäten in SharePoint 2013 befragt.

Hallo Philipp, die Benutzeroberfläche von SharePoint 2013 unterscheidet sich für mich schon auf den ersten Blick von der der alten Version. Was hat sich da getan?
 
Auf den ersten Blick kann man schon erkennen, dass SharePoint klarer und reduzierter geworden ist. Das neue Kachel-Design von Microsoft wurde auch in der neuen SharePoint-Version umgesetzt. „Metro-Design“ darf man das Ganze nun übrigens nicht mehr nennen –
dagegen hat der Großmarkt „Metro“ geklagt. Offiziell heißt das nun „Modern-UI“.
 
Auch in technischer Hinsicht hat Microsoft versucht, das dahinter liegende Gerüst klarer zu strukturieren. Eine weitere wichtige Änderung sind die schnelleren Seitenaufrufe. Nicht jeder Klick auf einer Seite löst einen kompletten Seitenaufruf aus – es werden Teile der Seite neu geladen.
 
Die größte Neuerung ist der geänderte Arbeitsprozess des Designers. Es ist möglich auf den Dateien direkt zu arbeiten. HTML wird direkt in ASPX-Dateien transformiert. Damit ändert sich der gesamte Arbeitsprozess. Mit jedem Text-Editor können die Seiten bearbeitet werden. Benötigte SharePoint-Elemente kann der Designer aus einer Snippit-Galerie auswählen, dort modifizieren und einfach per Copy & Paste in die Datei einfügen – alles andere übernimmt SharePoint. Das betrifft Master Pages und Page Layouts. Generell wurde die Arbeit für den Designer und Webentwickler vereinfacht. Aus der Suche wurde bspw. das XSL entfernt und durch Display Templates vereinfacht. Einfaches Arbeiten mit HTML und JAVASCRIPT wird möglich.
 
Das klingt schon mal gut. Ich habe gelesen, dass es in SharePoint 2013 einen Design Manager gibt. Wozu ist dieser gut?
 
Alles, was gerade beschrieben wurde, kann mit dem Design Manager administriert werden. Er ist sozusagen der zentrale Punkt für die Erstellung von Designs, d.h. die Umsetzung von Page Layouts, Master Pages und Display Templates. Hier ist es ab jetzt sogar möglich komplette Design-Solutions zu erstellen.
 
Es scheint so, als hätte Microsoft die Designer bei der neuen SharePoint-Version durchaus bedacht…
 
Nicht nur die Designer, sondern die experimentierfreudigen Power User, die sich in SharePoint 2013 ein Page Layout sogar selbst erstellen können.
 
Wie sieht es mit der Darstellung von SharePoint auf mobilen Endgeräten aus? Das war bislang ja nur bedingt möglich. Hat sich daran etwas geändert?
 
Absolut. Durch die sogenannten Device Channels können in SharePoint nun eigenständige Designs für definierte Browser bereitgestellt werden. So kann die Anzeige einer SharePoint-Seite für verschiedene Geräte, z.B. Smartphone, gesteuert werden.
Als Fazit kann ich sagen, dass mit SharePoint 2013 viele Dinge vereinfacht wurden, aber auch viele Neuerungen hinzukamen. Es wird spannend, wie sich die Arbeitsabläufe in den Projekten dadurch ändern werden.
 
Danke dir Philipp. Mehr Infos rund das Thema Design & SharePoint 2013 gibt es auch auf unserer Roadshow. Da erklärt unser Kollege Frank Eberlein, was wirklich hinter dem Kachel-Design steckt.

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    Anja Weidner