Rund 80 % der globalen Belegschaft sind Deskless Workers ohne festen Büro-PC. Viele von ihnen haben keinen regelmäßigen E-Mail- oder Intranet-Zugang, etwa in Produktion, Logistik oder im Außendienst. Das Resultat: Wichtige Mitteilungen, die per E-Mail oder im Intranet verbreitet werden, laufen an ihnen vorbei. In einer aktuellen Umfrage bewerten denn auch 66 % der Nicht-Schreibtisch-Mitarbeitenden die interne Kommunikation ihres Unternehmens als „schlecht“ oder „allenfalls fair“ – ein eklatant schlechter Wert im Vergleich zu Büroangestellten.
Paradoxerweise leiden gleichzeitig viele Büroangestellte unter einer Kommunikationsflut. Laut Gartner geben 38 % der Mitarbeitenden an, dass die Menge an Mitteilungen in ihrer Organisation „übermäßig“ ist. Wichtige Botschaften gehen im digitalen Rauschen unter. Interne E-Mails werden im Schnitt nur zu 20–25 % überhaupt geöffnet – der Rest versickert ungelesen im Posteingang. Dieses „Too Much Information“-Problem bremst die interne Kommunikation aus: Fast ein Fünftel der Befragten einer Branchenstudie sieht zu viel Kommunikation bereits selbst als Barriere für erfolgreiche interne Kommunikation.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Zielgruppenorientierung. One-size-fits-all-Kommunikation – z. B. Rundmails an alle – führen dazu, dass sich viele Mitarbeitende nicht angesprochen fühlen. Bekommen Angestellte regelmäßig Informationen, die „nichts mit mir zu tun haben“, schalten sie innerlich ab. Die Folge: Wichtige Neuigkeiten gehen unter, weil Mitarbeitende sie als irrelevant wahrnehmen. Nur 30 % der Mitarbeitenden ohne PC-Arbeitsplatz empfinden die Qualität der internen Kommunikation als „sehr gut“ oder „gut“, während 40 % sie als schlecht bewerten. Oft, weil Botschaften nicht auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.