Der Einladung der School for Communication and Management (SCM) nach Düsseldorf sind wir gerne gefolgt, denn am vergangenen Mittwoch, dem 2. Mai, hieß es „Der Inkometa-Award 2018 geht an…“.

Der Preis, der herausragende Leistungen der internen Kommunikation prämiert, wurde dieses Jahr zum ersten Mal verliehen. In den Kategorien „Medien“, „Strategie“ und „Kampagnen“ wurden insgesamt 19 Trophäen vergeben. Unter anderem gewann Bayer Business Services den Preis für das beste Design in der Kategorie „Medien“. Für seine Digitalisierungsstrategie wurde Vodafone ausgezeichnet und die beste Kampagne zur Change-Kommunikation ging an die Robert Bosch GmbH. Des Weiteren wurde der Publikumspreis an Kärcher und sein Projekt zur Mitarbeiterbefragung verliehen, für das die Besucher live abstimmten. Wir hatten die besondere Ehre mit unserem Geschäftsführer Roland Klein in der Fachjury der Kategorie „Digital Workplace“ vertreten zu sein. Da er zwar im Vorfeld bei den Bewertungen der Arbeiten tatkräftig mitgewirkt und seine Expertise eingebracht hat, aber am Abend verhindert war, sprang Holger Dümpelmann, ebenfalls Geschäftsführer der IPI, für ihn auf der Bühne ein. Dort erläuterte er, wie schwierig es in dieser Kategorie war, die Beiträge tatsächlich als Ganzes zu bewerten. Denn für den „perfekten“ Digital Workplace muss nicht nur ein Kriterium erfüllt sein, sondern das Gesamtpaket stimmen. Daher gab es für den Digital Workplace dieses Mal leider keinen Inkometa, nichtsdestotrotz konnten sich alle Nominierten die es auf die Shortlist geschafft hatten als Gewinner betrachten. Diese lauten wie folgt:

Best of Class

  • Gustav Ramelow
  • Schaeffler
  • Stadtwerke Krefeld

User Experience

  • Jägermeister

Employee Engagement & Recognition

  • Software AG

Bei allen Einreichungen und Preisträgern ging hervor, wie wichtig es ist, dass der Mensch im Mittelpunkt aller Anstrengungen steht. Denn nur wenn es von den Mitarbeitern gut angenommen wird, kann ein Projekt auch zum Erfolg geführt werden. Wir gratulieren herzlich allen Preisträgern und ihren gelungenen Projekten! Eine komplette Auflistung der Gewinner finden Sie hier.

Die Verleihung fand auf dem Event-Schiff „Ocean Diva Futura“ auf dem Rhein statt. Dort führte Julia Bauer charmant durch den Abend. Im Anschluss an die Preisübergabe durften die Gäste noch eine Rhein-Rundfahrt genießen und sich in großartiger Atmosphäre über die tollen Einreichungen und Gewinner austauschen.

Nach der Party kommt die Fachtagung

Der Donnerstag stand ebenfalls ganz im Zeichen der Kommunikation. Die SCM lud zur Fachtagung unter dem Motto „Medien – Content – Resonanz: Drei Dimensionen erfolgreicher Interner Kommunikation“ ein. In seiner Keynote griff Dr. Eric Marzo-Wilhelm von thyssenkrupp das Thema der Tagung auf: sein Vortrag trug die Überschrift „Resonanz! Bitte.“. Was soll die Interne Kommunikation in der Praxis bewirken? Resonanz? Wenn möglich. Relevanz? Unbedingt. Ignoranz? Auf keinen Fall. Er stellte auch selbst die Kommunikatoren in den Mittelpunkt, die oft der eigenen „Illusion vom Dialog“ erliegen würden. Die Diskrepanz und die Selbsteinschätzung von „Was wollen die anderen hören?“ und „Was gebe ich ihnen?“ sei oft größer als man denkt. Das ist nur eins der Probleme die dauerhaft zur Folge haben können, dass die Mitarbeiter die Kommunikation ignorieren, sich distanzieren und sich im übertragenen Sinn ins innere Exil begeben. Sein Rat an die Zuhörer: ehrlich sein, klare Worte verwenden, den Mitarbeiter wertschätzen und eine angstfreie Feedback-Kultur schaffen. Seine Strategie für die Interne Kommunikation lautet daher: behutsam aber beharrlich!

 

Aber nicht nur thyssenkrupp ließ die Teilnehmer an ihren Learnings teilhaben. Der Reiseveranstalter TUI stellte seine nagelneue Mitarbeiter-App vor und Florian Amberg, ERGO Direkt Versicherungen, befasste sich mit dem Thema „Resonanz in der Veränderungskommunikation“. Er erläuterte, wie das Ziel einer integrierten Vertriebskanal- und Produktlandschaft sowie ein kanalübergreifendes Kundenerlebnis zu schaffen konsequent verfolgt wurde. Dreh- und Angelpunkt waren hierbei seine fünf Thesen zur Veränderungskommunikation. Diese lauten: Teamarbeit, Kraftstart, durchdacht und agil, Zuversicht sowie fördern und fordern.

 

Auch ein bisschen Theorie-Vermittlung durfte nicht fehlen. Ulrike Führmann brachte den Besuchern die systematische Beratung etwas näher. Im ersten Schritt erklärte sie die Grundzüge und das „Warum“ dahinter. Danach ging es um die Begrifflichkeiten Konstruktivismus (die Annahme, dass es keine Objektivität gibt, sondern sich jeder seine eigene Realität erschafft) sowie die Zirkularität (man befindet sich permanent im Wechsel; Wirkung und Gegenwirkung). Anschließend durfte das Gelernte in die Tat umgesetzt werden. In Gruppen wurde ein konkreter Anwendungsfall ausgearbeitet. Ziel des Ganzen war es, mit Hilfe von systematischer Fragestellung Infos zu erhalten, dadurch Verständnis zu schaffen sowie andere Sichtweisen und Bedeutungen zu entdecken.

Wir bedanken uns für diese interessanten und spannenden Tage, mit viel wertvollem Input, neuen Ideen und tollen Kontakten.

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    Christina Reif