Der Enterprise Digital SUMMIT führte am Montag, den 19. Juni mehr als 100 Teilnehmer und Speaker in die französische Hauptstadt, um gemeinsam über die neusten Erkenntnisse, Ideen und Erfahrungen rund um die digitale Transformation zu diskutieren. Unser Experte Dr. Julian Bahrs, Principal Consultant, war vor Ort und hat das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Exploring the Digital Disruption of the Workplace

Unter diesem Motto bot die eintägige Fachkonferenz spannende Keynotes und Best Practice-Vorträge. Nicht mehr nur die Etablierung und die Auswirkungen von Collaboration-Technologien am Arbeitsplatz wurden diskutiert, sondern vor allem die Nutzung der Technologie für die Aktivierung einer digitalen und damit agilen und flexiblen Organisation.
Accor, Zeppelin, Société Générale, Deutsche Bahn, Vinci, Air Liquide und Albea zeigten eindrucksvoll, wie sie die digitale Transformation ihres Unternehmens und ihrer Organisation angehen und welche Erfahrungen sie mit den Veränderungen gemacht haben.

Die Lessons Learned:

•    Agile Arbeitsweisen werden immer wichtiger.

•    90 Prozent ist Change, 10 Prozent ist Technologie.
•    „Digital“ ist eher ein Mindset, als eine definierbare Verhaltensweise.
•    Die Werkzeuge sind Enabler für neue, flachere Organisationskonzepte wie das von Spotify.
•    Wichtig ist vor allem: Ein gemeinsames Ziel zu finden. Bei Celine Schillinger, Head, Quality Innovation & Engagement, Sanofi-Pasteur, im Pharmaunternehmen ging es viel mehr ums pure Überleben, nachdem mehrere Warnbriefe zu Prozessproblemen von den Aufsichtsbehörden die Lizenz und Existenz des Unternehmens bedrohten.

Zukunftsszenarien und Trends für den Digital Workplace

Im Rahmen des Enterprise Digital SUMMIT stellte Jane McConnell, Strategy and governance advisor for digital workplaces, NetStrategy/JMC ihre jährliche weltweite Digital Workplace Studie vor. Der jüngste Report für das Jahr 2017 basiert auf den Aussagen und Rückmeldungen von 300 Unternehmen und nimmt die folgenden Zukunftsszenarien unter die Lupe:

  1. My Apps – Getting Work Done
    Die interne digitale Arbeitsumgebung hat sich zu einem Set aus hochindividuellen Apps entwickelt. Menschen wählen die Apps aus, die sie für ihre Arbeit benötigen und bauen sich ihren eigenen „Digital Workplace“. Sie können ihre eigenen Apps definieren, indem sie Informationen aus verschiedenen Quellen verknüpfen. Unsere Meinung: Vor allem ist es hier wichtig im Projekt sicherzustellen, dass auch Mitarbeiter ohne technisches Wissen in der Lage sind den digitalen Arbeitsplatz zu nutzen.
  2. Smart Systems – Relevant User Experience
    Intelligente Systeme machen User Experience besonders wichtig. Sie übernehmen Verhaltensweisen, Bedürfnisse und Kontext und berücksichtigen Informationen und Services auf sinnvolle Weise. Beispielsweise merkt sich so ein System, wann eine Person zuletzt ein Richtliniendokument gelesen hat und benachrichtigt die Person das nächste Mal, wenn sie einen Prozess durchführen möchte, bei dem sich die Richtlinie geändert hat. Aus unserer Erfahrung ist es wichtig, dass die Vorschläge eine hohe Qualität haben, da sie sonst von Anwendern eher als störend empfunden werden.
  3. People Centric – Actionable & Real-Time
    Inhaltsbasierte Intranets sind zu digitalen Arbeitsumgebungen geworden, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Präsenzindikatoren sind in Geschäftsprozesse integriert. Teams können schnell und einfach gebildet und Experten konsultiert werden. Menschen können sich leicht verbinden und miteinander zusammenarbeiten – auf Basis von Expertise, Bedürfnissen und Relevanz. Ein Grundprinzip welches wir in all unseren Lösungen verfolgen.
  4. Super Search – Relevance & Control
    Menschen können durch strukturierte und unstrukturierte Informationen aus verschiedenen Quellen und Anwendungen suchen. Semantische Suche, Facettensuche und suchgetriebene Menüs geben Menschen mehr Relevanz und Kontrolle über riesige Mengen an Informationen – innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Die Studie zeigt: Die Nutzenwahrnehmung von „Smart Systems“ hat sich am meisten gesteigert – von 40 Prozent in 2011 zu 60 Prozent in 2017, während sie sich bei „My Apps“ mit rund 75 Prozent kaum verändert hat. Außerdem sehen Unternehmen das größte Nutzenpotential im Bereich Super Search, gefolgt von People Centric, wobei letzteres den größten wirklichen Fortschritt über die vergangen sechs Jahre zeigt. Die Relevanz dieser Trends stellen wir auch regelmäßig in der Bedarfsanalyse für Digital Workplace Lösungen fest.

Neben weiteren Trends wie künstlicher Intelligenz wurde als Best Practice die Gründung von Digital Labs oder Digital Hubs zu diskutiert. In diesen sollen neue Produkte und Dienstleistungen und neue Arbeitsweisen (agil, lean, vernetzt) definiert und erprobt werden. So kann im geschützten Raum eine neue Kultur entstehen. Eine Praxis die wir für die neuen Arbeitsweisen schon lange z.B. durch den intensiven Einsatz von Piloten verfolgen. Die so erprobten Arbeitsweisen, Kultur und Produkte sollen dann auf den Rest des Unternehmens ausgeweitet werden und diese mit in die Veränderung führen.

Alles in Allem…

…war der diesjährige Enterprise Digital SUMMIT der Kongress Media in Paris eine tolle Konferenz mit vielen spannenden Diskussionen, Eindrücken und Impulsen.

Möchten Sie weitere Informationen oder sich zu einem der Themen austauschen? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail, wir freuen uns auf Ihre Anregungen!

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    Stefanie Ruck