Weiter geht es mit unseren Erkenntnissen und Eindrücken aus unserer Digital Workplace Practice Group vom 10. November. In Teil 1 haben wir Ihnen bereits einige Impressionen und Learnings geschildert. Heute knüpfen wir daran an und berichten über die restlichen Sessions!

Mehr als Buzzwords

Employee Engagement und Experience sind als Buzzwords in aller Munde. Für uns sind diese Begriffe mehr als ein Trend, sondern vielversprechende Ansätze und wesentliche Erfolgsfaktoren für den Digital Workplace. Im Panel diskutierten daher Ragnar Heil (Quest), Jenny Walther (Immobilien Scout GmbH) und unser Senior Consultant Felix Gronau über Employee Engagement und Experience in der digitalen Arbeitswelt.
Was genau verstehen Sie unter Employee Experience? In der Diskussionsrunde wurde es als der Fokus auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen und alle Kontaktpunkte, die ein zukünftiger oder gegebener Mitarbeitender hat, beschrieben.

Die größten Hürden sahen die Panel-Sprecher:innen u. a. darin, dass der Spagat zwischen Familie und Beruf vor allem in der Pandemie schwieriger geworden ist. Stellen sind weggefallen, die unbesetzt blieben, wodurch Überlastung droht. Die Anforderungen wachsen stetig und es gibt eine Vielzahl an Themen, die es zu meistern gilt.

Mithilfe von Befragungen der Mitarbeiter:innen durch Deepdive-Interviews in Kleingruppen und das anschließende Sammeln und Clustern von Feedback können zu den wichtigsten Themen Maßnahmen erstellt werden. Dabei ist zu beachten, dass auch nach der Umsetzung der Dialog weiterhin aufrechtzuerhalten ist und nachgefragt wird: Geht es in die richtige Richtung?

Jenny brachte das Beispiel der Work-Life-Balance von Eltern. Sie berichtete, wie Eltern in unternehmensinternen Gruppen vernetzt wurden. Selbst kleinere Maßnahmen, zum Beispiel angepasste Chat Icons für das Homeschooling kamen gut an. Wichtig ist, Freiräume für den Austausch, auch ohne Arbeitsinhalte, zu schaffen.

Zusammenfassung des Panels:

  • Mehr Dialog zwischen HR, IT und IK ist nötig.
  • Beziehungsebene nicht vernachlässigen.
  • Employee Engagement in Verbindung mit Freiwilligkeit verbessern.
  • Employee Experience gemeinsam und inklusiver gestalten.

Aus der Praxis

Fidelma Wimberger von Canada Life Assurance berichtete in ihrer Session, wie im Unternehmen ein neuer digitaler Arbeitsplatz mit besserem Erlebnis für die Mitarbeitenden geschaffen wurde. Dabei wurden User, also die Mitarbeitenden, von Beginn an eingebunden. Beispielsweise gab es anfangs Fokusgruppen-Interviews mit verschiedenen Stakeholdern, um Use Cases zu identifizieren, die das neue Konzept erfüllen müssen. Es wurde auf Heterogenität geachtet, um valide Ergebnisse zu erhalten. Das Feedback der Fokusgruppen clusterten sie systematisch in einzelne Themen. Zum Beispiel für Kollaboration wurde angemerkt, dass es zu viele Kanäle und Anwendungen gäbe. So legten sie für diesen Bereich klare Kommunikationskanäle fest. OneDrive wurde etwa für die individuelle Organisation ausgewählt, um persönliche Dokumente zu teilen und abzulegen. Ein umfangreiches Programm mit mehreren Komponenten sicherte den Change & Adoption Process im Unternehmen.

Kein Präsenzlernen in Zukunft

Roland Klein behandelte das Thema Digitales Lernen im Unternehmen. Er stellte dabei erstaunliche Ergebnisse aus Studien, Fakten und Gegenüberstellungen vor. Wussten Sie zum Beispiel, dass 99% der Unternehmen lebenslanges Lernen als immer wichtiger bewerten? Jedoch 43 % keine Weiterbildungsstrategie haben? Deutschland leistet im Vergleich schon viel für Weiterbildung. Trotzdem sind Investitionen in verschiedene Methoden deutlich geringer als z. B. in Kanada oder Singapur. Sicher ist, dass Präsenzevents in Zukunft keine große Bedeutung mehr haben werden.


Datengrundlage Bitkom, 2018

Häufige Gründe, warum sich Unternehmen trotzdem gegen die Nutzung von E-Learning entscheiden, sind beispielsweise, dass sie keine Möglichkeit für individuelle Teilnehmerbetreuung sehen und Bedenken hinsichtlich der Qualität, Datenschutz und Sicherheit haben.
Die Vorteile von E-Learning sind indes zahlreich und vielfältig: weniger Arbeitszeitausfall und Reisezeiten, höhere Reichweite, bedarfsgerecht, gesteigerte Wissenserhaltung um 25 bis 60 %, usw. Nach einem kurzen Abstecher in Lerntheorien (z. B. Behaviorismus, und Kognitivismus), wurde Micro- mit Macrolearning, und Lernmanagement System mit Learning Experience Platform verglichen. Fazit der Session: Wir brauchen mehr kreative Ideen zur Wissensvermittlung, eine positive Lernkultur inkl. definierter Wissensprozesse und lernunterstützende Orgastrukturen.

Vielen Dank und Save the Date

Wir möchten uns bei allen Teilnehmer:innen und Vortragenden herzlich bedanken, die mit ihrem Engagement, ihrer Beteiligung und Teilhabe zum Erfolg unserer DWPG beitragen! Für die nächste Digital Workplace Practice Group können wir Ihnen auch schon das Datum verraten: den 16. März 2022.

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    Ireen Scholze