CASE STUDY HAMA

Hama baut KI-Kompetenz rund um Copilot und Agenten auf

Praxisnahe Workshops als Grundlage für die Arbeit mit Copilot-Agenten

Über Hama

Hama ist ein international tätiges Unternehmen für Zubehörlösungen in den Bereichen Consumer Electronics, Smart Home und Multimedia. Das Portfolio reicht von klassischen Elektronik-Accessoires bis hin zu vernetzten Lösungen für den digitalen Alltag. Mit starker internationaler Präsenz, hohen Qualitätsansprüchen und einem breiten Produktangebot bedient Hama unterschiedliche Märkte und Zielgruppen weltweit.  

Ausgangslage

Hama hatte sich bereits intern mit dem Thema KI beschäftigt. Erste Überlegungen, Konzepte und Diskussionen waren vorhanden, Microsoft Copilot rückte zunehmend in den Fokus. Mit den neuen Möglichkeiten wuchs der Bedarf nach Einordnung: Was kann Copilot im bestehenden Arbeitsumfeld konkret leisten? Welche Anwendungsfälle sind realistisch, und wie lassen sich Agenten sinnvoll nutzen?

Innerhalb des Unternehmens gab es dabei unterschiedliche Wissenslevels. Einzelne Mitarbeitende arbeiteten bereits an konkreten Ideen, während anderswo noch Grundlagenfragen offen waren. Um das Thema strukturiert weiterzuentwickeln, suchte Hama nach fachlicher Unterstützung durch einen Partner mit Microsoft-Erfahrung und einem Verständnis für die organisatorischen Rahmenbedingungen im Unternehmen.

Die Wahl fiel auf IPI als regionalen Partner: Die Zusammenarbeit begann mit einer Beratungsphase rund um Copilot und die strategische Einordnung von KI. Hama hatte bereits erste Überlegungen zu einer eigenen KI-Strategie und zu möglichen Schulungsformaten erarbeitet. IPI half dabei, diese Ansätze zu schärfen und daraus ein konkretes Vorgehen zu entwickeln.

Zielbild

Das Ziel war eine Grundlage, auf der Hama selbständig weiterarbeiten kann. Konkret bedeutete das:

Der gemeinsame Weg: Workshops, Eigenverantwortung und konkrete Anwendungsfälle

IPI begleitete Hama in mehreren Workshops, in denen insgesamt 16 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Abteilungen an Copilot Studio und den Bau von Agenten herangeführt wurden. Die Teilnehmenden arbeiteten in mehreren Teams zusammen und brachten Perspektiven aus Ausbildung, Marketing, Produktmanagement und weiteren Bereichen ein. Fachliche Einordnung und praktische Arbeit im eigenen System griffen dabei ineinander.

Der “Pilotenschein”-Workshop wurde zum zentralen Baustein des Projekts. Er verband Schulung, Praxis und Multiplikation in einem Format. Mitarbeitende wurden gezielt befähigt, eigenständig Agenten zu entwickeln, zu testen und intern weiterzugeben. Ziel war, dass Mitarbeitende das Wissen selbst weitertragen, ohne dauerhafte Abhängigkeit von externen Experten.

 Im “Pilotenschein”-Workshop arbeiteten die Teilnehmenden in acht kleinen Teams mit jeweils zwei bis drei Personen. Jede Gruppe entwickelte einen eigenen Agenten für einen konkreten Arbeitskontext. Insgesamt entstanden auf diese Weise rund zehn erste Agenten.

Die Teilnehmenden entwickelten ihre Agenten auch zwischen den Terminen eigenständig weiter und testeten sie im eigenen Arbeitsumfeld.

„Im Pilotenschein-Workshop haben wir gelernt, Agenten besser einzuschätzen und Use Cases gezielter zu bewerten. Aus ersten Ideen sind dabei konkrete Agenten entstanden, die teilweise heute aktiv im Einsatz sind.“

Ergebnisse aus den Fachbereichen: Agentenbau mit Copilot Studio

Die Agenten entstanden direkt im Copilot Studio und wurden mit realen Dokumenten, Regeln und Daten der Fachbereiche aufgebaut. Mitarbeitende aus Ausbildung, Marketing und Produktmanagement brachten ihre eigenen Fragestellungen ein und entwickelten daraus passende Lösungen.

Beispielanfrage zur Probezeit

Wissensagent_Beispielanfrage zur Probezeit

Während der Entwicklung zeigte sich auch, dass nicht jeder Anwendungsfall sofort umsetzbar ist. Einige Ideen erwiesen sich als technisch anspruchsvoll, etwa wenn externe Systeme angebunden werden sollten. In anderen Fällen wurde deutlich, dass die Qualität der Ergebnisse stark von der Struktur der zugrunde liegenden Daten abhängt. So funktionierten aufbereitete Dokumente in einigen Szenarien deutlich besser als umfangreiche Tabellen. Diese Erfahrungen halfen den Teams, ihre Agenten gezielter weiterzuentwickeln und realistische Einsatzfelder zu definieren.

Ergebnisse und Wirkung

Mehrere Mitarbeitende aus unterschiedlichen Fachbereichen sind heute in der Lage, Agenten eigenständig in Copilot Studio zu entwickeln, zu testen und intern weiterzugeben. Das Wissen sitzt in den Abteilungen und nicht in den Köpfen einzelner.

Die entstandenen Agenten decken reale Arbeitskontexte ab. Wissensinhalte werden strukturiert bereitgestellt, wiederkehrende Textaufgaben effizienter bearbeitet, komplexe Informationen schneller zugänglich gemacht. Gleichzeitig entstand ein klareres Verständnis dafür, was gute Ergebnisse tatsächlich erfordert: saubere Daten, klare Vorgaben und eine bewusste Gestaltung der Agenten. Diese Erkenntnisse sind genauso wertvoll wie die Tools selbst, weil sie die Grundlage für jede Weiterentwicklung bilden.

Organisatorisch hat das Projekt ebenfalls Spuren hinterlassen. Ein bereichsübergreifendes Team koordiniert das Thema KI bei Hama aktiv weiter. Copilot und Agenten sind bei Hama heute produktiv im Einsatz und werden laufend ausgebaut. Parallel dazu sind bereits weitere Formate vereinbart, die Themen wie Integration und Automatisierung vertiefen. Hama verfügt heute über die Kompetenz, das Thema eigenständig voranzutreiben, neue Anwendungsfälle zu bewerten und zukunftssicher auszubauen.

Stand: Juni 2026